Samstag 21.11.2026 17:00 [PREMIÈRE]
Sonntag 22.11.2026 11:00
Freitag 27.11.2026 19:30
Samstag 28.11.2026 17:00 PLUS
Sonntag 29.11.2026 11:00 PLUS
(S)
25.11.2026 09:45
26.11.2026 09:45 & 14:00
27.11.2026 09:45
Sanna ist jetzt zweistellig und malt viele Wutwolken.
Ihr kleiner Bruder Emil ist einstellig geblieben, obwohl er sehr gerne älter geworden wäre. Vor einem Jahr ist er gestorben und über Sanna schweben immer noch Wolken voller Wut, die aber langsam heller werden. Sie erinnert sich daran, wie sie Beerdigung spielten, vom Pizzahimmel und dass Emil es ganz schön doof fand, dass er nicht länger bleiben konnte. Sie erinnert sich an all die Fragen, die sie ihren Eltern stellte, auf welche diese nie eine Antwort hatten. Wieso ist die Sonne so heiss? Ist der Tod wirklich der ‚grosse Bruder des Schlafes‘? Und überhaupt: Schlafen Fische eigentlich auch? Und ziehen die schwarzen Wutwolken, die Sanna seit einem Jahr malt irgendwann weiter? Müssen sie das überhaupt? Ein Theaterstück über die grossen, kleinen und letzten Fragen des Lebens – ehrlich, verspielt und zutiefst menschlich.
Mit «Schlafen Fische?» inszeniert La Grenouille ein Solo das trifft. Ein Kind erzählt vom Tod des Bruders, ohne Kitsch, ohne Schonung. Mit Humor. Mit Herz. Unkompliziert, auch mal lakonisch und unbeschwert. Jens Raschkes mehrfach preisgekröntes Stück nimmt Kinder ernst und rüttelt Erwachsene wach: Wie sprechen wir über Krankheit, Sterben, Schuldgefühle, Erinnern? Tiefe Berührung und leichtfüssiger Witz liegen dabei nah beieinander.
Gastregisseurin Fanny Krähenbühl setzt auf Nähe statt Effekte, und Clea Eden spielt nicht vor, sie teilt. Sie spricht die Kinder direkt an und öffnet einen Raum, in dem der Tod kein Tabu ist, sondern dort steht, wo er ist: mitten im Leben. Der Bieler Bühnenbildner und Künstler Jérôme Stünzi schafft dazu eine farbige, subtile Bildwelt, Olivier Gabus (Musik) und Gael Chapuis (Licht) schaffen feine Musik- und Lichtakzente, es bleibt viel Platz für das Unsagbare.
Autor Jens Raschke
Inszenierung Fanny Krähenbühl
Mit Clea Eden
Bühnenbild, Kostüm, Objekte Jérôme Stünzi
Musikkreation Olivier Gabus
Lichtgestaltung Gael Chapuis
Technik Aline Catzeflis
Dramaturgie Charlotte Huldi
Vermittlung Maria Kattner
Produktionsleitung Lino Eden
Fundraising Biggi Kasslatter
Rechte Drei Masken Verlag GmbH München, SSA (Musik)
Unterstützung Stadt Biel, Kanton Bern, BSJB Kultur Culture, GVB Kulturstiftung, Migros Kulturprozent, Stiftung Vinetum, Stiftung Stanley Thomas Johnson, Ursula Wirz-Stiftung, Projekt unterstützt durch den BEKB Förderfonds, Bundesamt für Kultur / Kanton Bern: eine Projektunterstützung durch die Bundesbeiträge zum Gesetz über die Landessprachen (Stand 30.06.2026)
Jens Raschke hat als Dramatiker, Dramaturg und Regisseur bereits zahlreiche Stücke für junges Publikum geschrieben und realisiert und ist für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet worden. Geboren in Darmstadt, studierte er Skandinavistik und Geschichte in Frankfurt am Main und Kiel. Ab 1998 war er als Dramaturg an verschiedenen Theatern tätig. Von 2007 bis 2013 arbeitete Raschke am Theater im Werftpark in Kiel. Ab 2008 entstanden erste eigene Stücke.
Sein Stück «Schlafen Fische?» feierte grosse Erfolge und wurde 2012 mit dem renommierten Mülheimer Kinderstückepreis ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Auch die Hörspielversion und Raschkes eigene Buchadaption davon wurden mit Preisen ausgezeichnet. Für sein Stück «Was das Nashorn sah …», das seit seiner Uraufführung zu den am häufigsten aufgeführten Kinderstücken im deutschen Sprachraum zählt, wurde Raschke mit dem Deutschen Kindertheaterpreis und dem Niederländisch-deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreis ausgezeichnet. La Grenouille realisierte von diesem Stück eine vielbeachtete Inszenierung, die 2021 bis Ende November 2025 mit fast 70 Vorstellungen auf dem Spielplan war. Raschke lebt und arbeitet in D-Kiel.
Für diese Produktion haben wir ein Kreativteam mit Kunstschaffenden aus Biel und seiner Region eingeladen. Schauspielerin Clea Eden und Lichtgestalter Gaël Chapuis arbeiten bereits seit längerem regelmässig mit La Grenouille. Das Kernteam der Produktion besteht aus Fanny Krähenbühl (Inszenierung) und Clea Eden (Schauspiel, Mitarbeit Konzeption). Beide haben bereits mehrfach zusammen erfolgreich Produktionen in verschiedenen Settings realisiert.
Clea Eden ist zweisprachige Schauspielerin und Regisseurin. Aufgewachsen in Genf lebt sie seit einigen Jahren in Biel. Clea spielt zum fünften Mal mit La Grenouille. Bei «Mensch ärgere dich nicht» zeichnet sie auch für die Inszenierung. Ausserdem hat sie mehrere La Grenouille-Stücke übersetzt, zuletzt «Hey, hey, hey, Taxi!». In «Die wahre Geschichte…» begeisterte sie in ihrer Interpretation der Rolle der elfjährigen Ruth. Clea Eden spielt und kreiert in zahlreichen Produktionen auf der Bühne. Aktuell im Grosserfolg «Igitt / Dégueu» mit der Cie Mokett in der Schweiz und im Ausland, sowie in der deutschen Fassung von «Fury Room» von Fanny Krähenbühl, unter anderem demnächst am Theaterspektakel Zürich zu sehen.
Fanny Krähenbühl ist Schauspielerin und Regisseurin. Aufgewachsen im Jura lebt Fanny seit vielen Jahren in Biel. Seit 2016 kreiert sie Aufführungen mit der Cie La Dalle. Parallel dazu arbeitet sie mit anderen Compagnien in der Romandie als Regisseurin oder Schauspielerin. Mit «Fury room» koproduziert von INCUBO ist sie Finalistin bei PREMIO Nachwuchspreis Darstellende Künste 2024 und auf der Shortlist der Schweizerischen Theatertage 2025. Seither tourt sie mit diesem Stück erfolgreich in der Schweiz und im Ausland.
Kommende Vorstellungen
24.10.2026 Premiere version française
21.11.2026 Premiere deutsche Fassung
24.10.-02.11.2026 Biel/Bienne BIOTOP FR(DE)
21.11.-29.11.2026 Biel/Bienne BIOTOP DE(FR)
02.-05.12.2026 Bern, Tojo Theater
Kontakt Tourneeanfragen Lino Eden production@lagrenouille.ch
Kontakt Schulen Region Biel-Seeland: Hélène Burri ecoles.schulen@lagrenouille.ch