Samstag 07.11.2026 17:00 DE [PREMIERE]
Sonntag 08.11.2026 11:00 DE PLUS
(S)
Mittwoch 11.11.2026 09:00 DE (Option, Reservedatum)
Donnerstag 12.11.2026 09:00 & 10:25 DE
In Zusammenarbeit mit TheaterLink Kanton Bern
NEIN! NEIN! NEEEEEIN! Ein Plädoyer für alle Trotzköpfe.
So klingt es, wenn ein Kind entdeckt, dass es eine eigene Meinung hat und diese laut äussern kann. In diesem Theaterstück geht es genau um diesen Moment. Nein! Ich will nicht. Dieses kleine Wort, das plötzlich alles in Frage stellt. Es lotet Grenzen aus, scheitert, probiert wieder und testet sein «Ich». Ein visuelles, musikalisches und vor allem überaus lustiges Stück das Schauspiel, Beatbox und Operngesang auf clowneske, poetische und etwas verrückte Weise verbindet.
Die französische Urversion dieser Produktion wurde 2018/19 am Théâtre Am Stram Gram von der Cie Marjolaine Minot kreiert und gespielt. Seit 2023 spielt Christa Barrett die trotzige Ziba und der Verein Compagnie Voland übernimmt die weitere Tournee und die Produktion. Ausgezeichnet mit dem Preis der Kinderjury an der Künstler·innenbörse Thun 2026.
Ziba, so heisst die Protagonistin, tut mit beeindruckender Konsequenz, was Kleinkinder eben tun: Es stellt Regeln auf die Probe. Alle. Immer wieder. Nicht aus Bosheit, sondern aus reinem Forschungsdrang. Das Stück interessiert sich genau für diesen Moment, in dem Alltag und kindliche Logik aufeinandertreffen.
Aus einfachen Tätigkeiten, wie Aufräumen oder Essen, entstehen überraschend dynamische Szenen. Das Bühnenbild macht dabei bereitwillig mit: Es rutscht, klappt und wächst und verwandelt eine normale Küche in eine Fantasiewelt, die Zibas Neugier unterstützt, statt sie zu zähmen.
Eine besondere Rolle übernimmt bei uns der Spinat – als Handmarionette, begleitet vom Beatboxer, der mit präzisen Geräuschen Zibas innere Welt hörbar macht. Die Opernsängerin unterstützt die Entwicklung von Ziba stimmlich mit ihrem klaren, warmen Klang. Gemeinsam bilden sie den Soundtrack zu Zibas kleinen Kämpfen: trotzig, verspielt und manchmal überraschend zärtlich.
Die französische Urversion dieser Produktion wurde 2018/19 am Théâtre Am Stram Gram von der Cie Marjolaine Minot kreiert und gespielt. Seit 2023 spielt Christa Barrett die trotzige Ziba und der Verein Compagnie Voland übernimmt die weitere Tournee und die Produktion. Am Schaufenster junges Publikum an der Künstler·innenbörse Thun 2026 wurde ein Ausschnitt mit dem Preis der Kinderjury ausgezeichnet.
Konzept, Inszenierung Marjolaine Minot, Günther Baldauf
Mit Christa Barrett, Julien Paplomatas aka Speaker B, Prune Guillaumon
Übersetzung Christa Barrett
Technik Allez GmbH Jay Schütz & Jérémie Schwab
Künstlerische Mitarbeit Fabrice Melquiot
Bühnenbild & Requisiten Alessandra Respigi (Zeichnungen), Frederico Ramos Lopes & François-Xavier Thien
Kostüme Anne Marbacher
Lieder Mirabelle Gremault & Jesse Johannsen
Produktion 2018 Cie Marjolaine Minot & Théâtre Am Stram Gram
Produktion & Tournee 2026 (DE & FR) Verein Compagnie Voland
Unterstützung Pro Helvetia, Corodis La Loterie Romande, Staat Fribourg, Migros Kulturprozent, Théâtre Am Stram Gram (en cours)
Christa Barrett wächst dreisprachig in Fribourg auf und lernt früh, dass man mit Worten viel machen kann. Mit 17 zieht sie zum Zirkus – zuerst Chnopf, später Cirque de Loin – und verbringt drei Saisons damit, durch die Schweiz zu reisen. Danach studiert sie an der Accademia Teatro Dimitri und schliesst 2014 mit einem Bachelor in Physical Theatre ab.
Seither steht sie in verschiedensten Produktionen auf der Bühne: Poyo Furioso, Fiorenza Ensemble, Commedia Origen Festival oder an der Deutschen Oper Berlin. Seit 2016 tourt sie weltweit mit MUMMENSCHANZ und arbeitet regelmässig mit der Compagnie Marjolaine Minot zusammen – in «Je suis Plusieurs», «La Poésie de l’Échec» und natürlich in «Non! Ich will nicht». 2024 wird sie Mutter. Seither jongliert sie zwischen Familienleben in Biel und Bühnenleben unterwegs. Funktioniert erstaunlich gut – meistens sogar gleichzeitig.
Julien Paplomatas alias Speaker B stammt aus Genf, macht seit 2000 Beatbox und zählt zu den Besten seines Fachs. Er holt Titel in Frankreich und der Schweiz, steht mit anderen Grössen der Szene auf der Bühne und baut Klangwelten, die man normalerweise nur aus ganzen Orchestern kennt. Er arbeitet gerne interdisziplinär: Musik, Theater, Poesie – Hauptsache, es lebt, atmet und macht Spass. Mit der Cie Marjolaine Minot ist er seit mehreren Produktionen unterwegs.
Prune Guillaumon studiert erst Bildende Kunst, dann Gesang, weil sie feststellt, dass ihre Stimme mehr kann als ein Pinsel. Sie singt Oper – unabhängig davon, ob man sie in Lausanne, Paris, Amsterdam oder sonstwo hört. Doch Oper allein reicht ihr nicht: Sie spielt, tanzt, experimentiert und erfindet Formate, die irgendwo zwischen Konzert, Theater und poetischem Ausnahmezustand liegen. Mit den Furies Lyriques gründet sie ein Kollektiv für vokale Abenteuer, fern der Opernkonventionen.